Feuchtegeneratoren und Taupunktgeneratoren

Feuchtegeneratoren sind Geräte, die ein Gas, im allgemeinen Luft, mit einer bestimmten Feuchte (Wassergehalt) bereitstellen.
Je nach Regelungsmethode des Wassergehaltes können solche Generatoren zur Kalibrierung von Feuchtemessgeräten verwendet werden. Wird das Testgas in einer Kammer mit geregelter Temperatur bereitgestellt, so können in der Kammer verschiedene relative Feuchten dargestellt werden. Ist keine Temperaturregelung vorhanden oder ist die Feuchte so gering, dass eine relative Aussage keinen Sinn macht, so können definierte Taupunkttemperaturen generiert werden.

Generatoren zur Kalibrierung von Feuchte- oder Taupunktmessgeräten arbeiten entweder nach dem "Zwei-Druck-Verfahren" ( Thunder Scientific, E+E) oder werden mit zertifizierten Taupunktspiegeln überwacht. Bei der letzteren Variante kann es sein, dass der Taupunktspiegel den Generator auch regelt (EdgeTech, General Eastern) oder nur die Werte mit der geforderten Messunsicherheit misst. In diesem Fall wird die Regelung von einem internen relativen Feuchtesensor übernommen (ADROP).

Feuchtegeneratoren können Taupunkte zwischen -95°C und +69°C herstellen. Bei temperaturgeregelten Geräten können relative Feuchten zwischen 5% und 99% bei Temperaturen zwischen -10°C und 70°C generiert werden.

Der Anschluss eines Generators an das nationale Kalibriersystem (PTB oder DKD) ist über die Zertifizierung der Druck- und Temperatursensoren (Zwei-Druck-Generator) oder des Taupunktspiegels möglich. Somit stellen sie einen betrieblichen Kalibrierstandard für Feuchte oder Taupunkttemperatur dar.


Dr.-Ing. Bernhard Pruemm