Taupunktspiegel

Taupunktspiegel gehören zu den ältesten und genauesten Feuchtemessgeräten. Sie messen die Feuchte direkt und absolut. Ihr physikalisches Messprinzip ist einfach und klar:
Eine verspiegelte Fläche wird abgekühlt und es entsteht, je nach Feuchtegehalt des Gases, bei einer bestimmten Temperatur Wasserkondensat auf der Oberfläche. Diese Temperatur, die Taupunkttemperatur, ist über die Dampfdruckkurve p(t) ein direktes Maß für den Partialdruck des Wasserdampfes und über die Gasgleichung damit auch ein direktes Maß für den Wassergehalt des Gases. Die Kondensatbildung wird beim Taupunktspiegel optisch erfasst. Dazu wird das Licht einer Leuchtdiode an der verspiegelten Oberfläche der Kaltfläche zu einer Photozelle reflektiert. Der Kondensatbelag beeinflusst das Reflektionsvermögen der Oberfläche. Die Veränderung der reflektierten Lichtstärke wird zur Regelung der Oberflächentemperatur an der Kaltstelle benutzt. Im Fall der konstanten Oberflächentemperatur sind Kondensations- und Verdampfungsvorgänge im Gleichgewicht.

Die Temperatur der Oberfläche wird mit einem Pt 100 gemessen und direkt zur Anzeige gebracht. Diese Messung ist hysterese- und driftfrei. Die Spiegelabkühlung erfolgt entweder elektrisch durch Peltierelemente oder thermisch durch flüssigen Stickstoff oder Kryostatkühlung.

Zum Lieferumfang gehören Taupunktspiegel der bekannten amerikanischen Produzenten General Eastern, EdgeTech und Buck Research Instruments.

Mit diesen Taupunktspiegeln können Taupunkttemperaturen zwischen -105°C und +100°C gemessen werden. Zum Teil erfassen diese Geräte auch die Gastemperatur und den Druck, womit dann die Berechnung von vielen Feuchteparametern (RH%; ppm; g/m3; g/kg u.a.) möglich wird.

Es stehen äußerst präzise Geräte für den Laboreinsatz und für Kalibrieraufgaben, sowie Geräte für den Einsatz in der rauhen Industrieumgebung zur Verfügung. Die Messunsicherheit beträgt im Regelfall ± 0,2°C. Optional können die Geräte jedoch für eine Messunsicherheit von ± 0,1°C kalibriert werden. Alle Geräte werden mit einem Kalibrierzertifikat, welches auf NIST rückführbar ist, ausgeliefert.

Ein umfangreiches Angebot an Peripheriekomponenten, wie Probenentnahmesysteme und Filter, rundet die Liefermöglichkeit ab.

Dr.-Ing. Bernhard Pruemm